Fahrt zum Liederfest: „Klasse! Wir singen“ nach Braunschweig

„Klasse! Wir singen. Singen steckt an. Singen macht Spaß, weil jeder es kann.“ In dieser Liedzeile verbirgt sich die Grundidee des 2007 vom Braunschweiger Domkantor Gerd-Peter Münden initiierten Schulprojektes. Um das gemeinschaftliche Singen in Familie und Gesellschaft wieder neu zu beleben, arbeiten die teilnehmenden Schulen mit den Klassen 1-7  nach einem pädagogischen Konzept, das von engagierten Chorleitern, Lehrkräften, Mitarbeitern der Kultusministerien und Eltern in Deutschland gemeinsam entwickelt wurde.

Dabei ist den Initiatoren besonders wichtig, dass unterschiedliche Herkunft und Lebensumstände der Kinder keine Auswirkung auf das Erlebnis gemeinsamen Singens haben. Als Höhepunkt singen die Kinder aller teilnehmenden Klassen einer Region bei großen Erlebnis-Liederfesten in repräsentativen Hallen zusammen.  Diese Konzerte sind das Erfolgsgeheimnis von “Klasse! Wir singen”. Damit alle in den Genuss dieses unvergesslichen Erlebnisses kommen, kosten die Tickets für Familien mit wenig Einkommen nur 1 Euro pro Person.

Für die Kinder der 3. und 4. Klassen der Grundschule Uetze war es dann am Samstag den 26. Mai in Braunschweig soweit. Um den Familien die Teilnahme zu ermöglichen, waren die Angehörigen eingeladen, gemeinsam mit einem Ausflugsbus nach Braunschweig zu fahren. Organisiert wurde die Fahrt von Sandra Körtke, Mitarbeiterin des Diakonieprojektes Region 2 der Kirchengemeinden Uetze-Katensen, Hänigsen- Obershagen und Dollbergen-Schwüblingsen  in Kooperation mit dem Förderverein der Grundschule Eltze. Finanziert über den Sozialfonds Uetze, den Förderverein und eine private Spende haben 40 Eltern und Geschwister das Angebot wahrgenommen.

dd92cc43-4332-4063-98d1-2b3ae186080a

Die Schulklassen trugen altbekannte Volkslieder wie z. B. „Keiner schöner Land in dieser Zeit“, „Die Gedanken sind frei“ und „Der Mond ist aufgegangen“ vor, dabei war das Mitsingen ausdrücklich erwünscht. Beim Lied „Bruder Jakob“ ermutigte der Moderator das Publikum in der jeweiligen Muttersprache mitzusingen.

Das anderthalbstündige Konzert  hat gezeigt: das Singen ist  ein uraltes Grundbedürfnis des Menschen, es verbindet sowohl deutsche Familien wie Familien mit Migrations- und Fluchtgeschichte ebenso wie  Menschen mit Behinderung. „Klasse! Wir singen“ ist damit gelebte Inklusion und Integration! Gleichgültig mit welcher Muttersprache die Kinder in Deutschland aufwachsen, die Freude am Singen teilen wir gemeinsam.

Einen Kommentar schreiben